Wird es irgendwann keine Buchhandlungen mehr geben? So schlug sich der Buchmarkt 2015

Wird es irgendwann keine Buchhandlungen mehr geben? Oder verlagert sich alles auf den Online-Markt? Das Jahresergebnis des Buchhandels vor Ort lag 2015 jedenfalls bei 3,6 Prozent unter dem Vorjahr, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in seiner Pressemeldung vom 13. Januar mit.

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Ein Ausschnitt aus dem veröffentlichten Jahresergebnis des Börsenvereins Deutscher Buchhandel:

„ Das Jahresergebnis im Publikumsmarkt (Stationärer Buchhandel, Bahnhofsbuchhandel, E-Commerce und Kauf-/Warenhäuser) lag 1,7 Prozent unter dem Vorjahr, der Buchhandel vor Ort kam mit seinem stationären Geschäft auf minus 3,6 Prozent. Das zeigt der Branchen-Monitor BUCH, der heute erscheint. „Die Buchbranche geht zuversichtlich ins neue Jahr, auch wenn der Buchmarkt im Gesamtjahr 2015 insgesamt leicht geschrumpft ist und der Sortimentsbuchhandel noch etwas mehr verloren hat. Positive Entwicklungen wie der ansteigende Erfolg des Tolino – der sich immer mehr als das E-Reader-System der Buchbranche etabliert – oder der erste Deutsche Buchhandlungspreis beweisen, wie lebendig und innovativ die Branche ist“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

„Der Buchhandel baut seine erfolgreiche Multi-Channel-Strategie immer mehr aus. Mit dieser Kombination von professionellem Online-Service und Einkauf vor Ort sind die Buchhandlungen dem reinen Online-Handel weit überlegen. Das spricht sich herum, beginnt sich auszuzahlen und ist als Investition in die Zukunft von zentraler Bedeutung.“ Besonders gut verkauft wurden 2015 wieder Sachbücher. Der Umsatz mit dieser Sachgruppe stieg nochmal um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, obwohl er bereits 2014 mit plus 5,4 Prozent einen gewaltigen Sprung nach oben gemacht hatte. Knapp unter Vorjahresniveau blieb mit minus 0,8 Prozent das Reisesegment. Ebenfalls leicht im Minus die Warengruppe Kinder- und Jugendbücher mit 1,0 Prozent. Zu kämpfen hat immer noch die Belletristik, die im vergangenen Jahr auf minus 1,6 Prozent kam.“

(www.boersenverein.de/de/portal/Presse/158382?presse_id=1080886)

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